Kamelienhomepage Gerd Kierfeld

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kamelienhybriden (C. hybrid)

 

Die Geschichte der Kamelienhybriden – also der Kreuzung  verschiedener Arten – ist jung und begann mit dem Import einer C. saluenensis von Westchina nach England im Jahre 1924. Bis dahin galt das botanische Interesse dem Sammeln neuer Varietäten und Sorten der C. japonica und dem Entdecken neuer Kamelienarten.

Der Pflanzensammler George Forrest entdeckte die C saluenensis, sie kam in die Hände von J. C. Williams aus Cornwall, der sie 1930 in seinen Kameliengarten pflanzte. Diese Kamelie erwies sich als ausgesprochen winterhart und wuchs relativ schnell, die Blüten waren klein, weiß und einfach. Etwas erinnerte sie an die C. sasanqua. Wohl zufällig kam es zu einer Befruchtung dieser Kamelie mit dem Pollensamen einer C. japonica aus seinem Garten. Es entstand eine robuste , langblühende, kleinblättrige Kamelie mit halbgefüllten, rosa Blüten. Sie wurde 1940 von der Britisch Königlichen Gartengesellschaft ausgezeichnet und zu Ehren von Williams wurden alle Kreuzungen zwischen C. saluenensis und sämtlichen Varietäten und Sorten von C. japonica als „ Williamshybriden “ bezeichnet und erhielten den botanischen Namen C.(amellia) x williamsii, danach folgt der Eigenname z. B. C. x williamsii ´Donation´. Die samentragende Pflanze ist in jedem Falle eine C. saluenensis oder eine Hybride der C. saluenensis, die Polleneltern eine C. japonica. Mittlerweile gibt es im Kamelienhandel über 50 Varietäten und Sorten von C. x williamsii. Da sich die Hybridenkamelien wegen ihrer Robustheit für das nordeuropäische Klima besonders gut eignen, ist mit weiteren Züchtungen zu rechnen, zumal diese Pflanzen in Bezug auf die Bodenbeschaffenheit geringere Ansprüche als die C. japonica stellen und ihre Blüten besonders reizvoll sind.

Zur Kreuzung mit der C. japonica eignen sich neben der C. saluenensis auch die Arten C. reticulata, C. sasanqua, C. cuspidata, C. rosiflorae, C. lutchuenensis und C. pitardii.

 

 

Besonders schöne für den Anfänger geeignete Hybridensorten

 

 

 

 

´Debbie´: Pfingstrosenförmige, purpurviolette Blüten, schnellwachsende, robuste Pflanze mit hellgrünem Laubwerk

 

 

 

 

 

 

 

´Donation´: Hellviolettrosa, halbgefüllte strahlende Blüten, dunkelgrüne, kleine, spitzovale Blätter, schnellwachsende, robuste Pflanze

 

 

 

 

 

 

´Spring Festival´: Halbgefüllte, zum Teil pfingstrosenförmige, pinkrosa, manchmal büschelförmige Miniaturblüten, schneller, säulenförmiger Wuchs, spitzovale, dunkelgrüne Blätter

 

 

 

 

 

 

 

  Wer etwas mehr über Kamelien erfahren will, dem empfehle ich mein Buch: Kamelien (100 frostharte Sorten für den Garten- Auswahl, Kultur und Pflege) von Gerd Kierfeld, erschienen im Christian Verlag, 2004, ISBN 3-88472-623-4, im Sept. 2008 2. Auflage als Kaleidoskop Buch im Christian Verlag unter dem Titel " Gärtnern mit Kamelien"  erschienen, ISBN 978-3-88472-869-7.Leider sind die Bücher beim Verlag vergriffen. Verbilligte Restexemplare können über Amazon bezogen werden.